Freiheit

Es gibt wahrscheinlich einen Grund, warum „Freiheit“ dem Wort „Frechheit“ zumindest in der Form gleicht. Warum ich das Wort abgrundtief hasse – nicht die Denotation, denn die tut mir leid, die kann nichts dafür – sondern die Konnotation und die völlig falsche Anwendung des Wortes, werde ich zugleich erläutern.

Freiheit wird laut Duden definiert als:

  1. Zustand, in dem jemand von bestimmten persönlichen oder gesellschaftlichen, als Zwang oder Last empfundenen Bindungen oder Verpflichtungen frei ist und sich in seinen Entscheidungen o.Ä. nicht [mehr] eingeschränkt fühlt; Unabhängigkeit, Ungebundenheit
  2. Möglichkeit, sich frei und ungehindert zu bewegen; das Nichtgefangensein

Ich behaupte, so etwas wie Freiheit gibt es nicht.

ad 2.):

In Österreich kann man sich nur frei und ungehindert bewegen, solange man sich innerhalb der Staatsgrenzen aufhält, sich auf keinem Privatgrundstück befindet und nur soweit einen die eigenen Beine tragen. Sobald man größere Distanzen bewältigen will, braucht man entweder einen Führerschein oder eine gültige Fahrkarte. Ich behaupte, bereits diese Tatsachen schränken jemanden in seiner persönlichen Freiheit ein, denn nimmt man sich die Freiheit heraus, entweder das eine oder andere NICHT zu besitzen, führt das möglicherweise zu dem Gegenteil vom „Nichtgefangensein“, nämlich dem „Gefangensein“ und das widerspricht dem Konzept von „Freiheit“ nun völlig.

Will man sich allerdings ÜBER die Landesgrenzen hinweg bewegen, wie beispielsweise in die Schweiz oder andere Nicht-EU-Länder, muss man zwangsweise einen Reisepass bei sich haben. Hier geht die Freiheit schon wieder baden.

Was ist nun mit der ersten Definition? Man wird geboren und bekommt eine Geburtsurkunde ausgestellt. Freiheit? Nein. Man entscheidet nicht, ob man geboren werden will, man entscheidet nicht, wie man heißen will, wo man wohnen will, ob man getauft werden will oder nicht und die ersten 17 Jahre seines Lebens hat man sowieso kein Recht auf Freiheit, das bestimmen schon die Erziehungsberechtigten. Ist man dann endlich alt genug für die Freiheit, muss man arbeiten gehen und Steuern zahlen. Ist das Freiheit? Nein. Es gibt keinen Weg, keine Steuern zahlen zu müssen. Nimmt man sich die Freiheit heraus, KEINE Steuern zu zahlen, wird das als „Steuerhinterziehung“ betitelt und man wandert wohin? Richtig, ins Gefängnis. Man kann natürlich auch studieren gehen, aber ist das Freiheit? Nein. Für ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel – da wären wir wieder am Anfang meiner Theorie – braucht man sowohl einen Zettel vom Meldeamt als auch eine Bestätigung des Bezuges der Familienbeihilfe. Ist das Freiheit? Nein. Damit ich überhaupt studieren kann, brauche ich entweder ein Reifezeugnis oder eine bestandene Studienberechtigungsprüfung. Ist das Freiheit? Nein! Was, wenn ich beschließe, dass es die Regierung rein gar nichts angeht, wo ich wohne und wo ich verkehre? Welche Bücher ich mir ausborge? Wo und ob ich studiere? Ohne Meldezettel funktioniert auch in der Bibliothek rein gar nichts. Will man also Freiheit, absolute Freiheit, vernichte man am Besten alle seine Dokumente, ziehe in eine fremde Stadt und lebe auf der Straße, denn auch in ein Hotel kann man nicht ohne Ausweis und/oder Kreditkarte einchecken. Scheiß auf die Freiheit.

Scheiß auch auf die Redefreiheit.

Wieder eine Definition aus dem Duden:

„zum Grundrecht der Meinungsfreiheit gehörende Freiheit, jederzeit und ohne Gefahr öffentlich reden und seine Meinung sagen zu können“

Darf man das? Nein. Nehmen wir an, ich wäre der Überzeugung, der Holocaust sei nie geschehen oder es hätte niemals so viele Tote gegeben, wie generell behauptet würde. Würde ich das öffentlich behaupten, ist ein Gefängnisaufenthalt keine große Überraschung. Das würde mich zu einem politischen Gefangenen machen, was bedeutet:

„eine Person, die aufgrund politischer oder weltanschaulicher Gründe in Haft ist.“ (Wikipedia)

Redefreiheit in Österreich existiert nur, wenn man die richtige Meinung hat. Was die richtige Meinung ist? Nun, das wird in den Medien schon vorgegeben. Dann auch in den Schulen, in Zeitungen und an den Universitäten. Gruppendruck besorgt normalerweise den Rest oder die immerwährende latente Angst, dass man seine Arbeit oder Freiheit verliert, wenn man ausspricht, was man sich eigentlich denkt.

Redefreiheit in Österreich existiert nur für Menschen, die glauben, dass Immigration in Ordnung ist. Für jene, die glauben, dass es nicht in Ordnung ist, Frauen schlecht zu behandeln, außer man ist ein Araber oder Schwarzafrikaner (Und hinter mir die Sintflut) Wenn man ein Feminist ist und gleichzeitig Frauen dazu zwingt, zu arbeiten. Wenn man Menschen dazu nötigt, eine politisch korrekte Redensweise oder Schreibweise annehmen zu müssen, auch wenn man anderer Meinung ist und ein Nichtbeachten dieser Konventionen einem Regelverstoß gleicht, der wenigstens mit Rotstift geahndet wird. Wenn man alles und jeden akzeptiert, selbst die Mehr-als-Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung über Menschen mit keiner Behinderung, was Arbeitsplätze, Kinositze etc. betrifft.  Wenn man Homosexualität befürwortet und es als gottgegeben hinnimmt, dass gegen Familien diskriminiert wird. Wenn man nichts und niemandem widerspricht und sich niemals seine eigene Meinung bildet und man, wenn man nach seiner eigenen Meinung gefragt wird, brav wiedergibt, was einem seit jeher eingetrichtert wurde. Brav.

How To Move Out And Get Independent

So you want to move out, live independently. Fair enough. I mean, who wants to be told what to do and which decisions to make 24/7, right? So you have just finished high school and can’t wait to go to college to get you as far away from home as possible? Or are you just one of these people that are commonly referred to as, well, I wouldn’t say slacker, but I think you get the idea? In case you still lack a reason to move out besides your age, your parents might even bluntly ask you to leave.

So there you are, all by yourself. You might find that you cannot quite handle all the responsibilities that are coming your way on a daily basis. If you haven’t found it necessary to pay board to your parents thus far, you will find yourself faced with an additional burden: money. Your fridge doesn’t automatically fill itself? You don’t say. On a side note, should you choose to ignore all these lovely little letters you will receive – at least – on a monthly basis, somebody will eventually come around your apartment and demand their fair share of your hard-earnt (?) money.

So you don’t want to be “all by yourself” because that reminds you of bad chick flicks? How about getting a flatmate? But be wise: you might want to check the news if some notorious serial killer escaped from prison. While you’re at it, you might as well as check their account balance, in case they are planning to “stay without pay”.

So you have successfully moved out, finished college and got your degree (Congratulations!), but you find that working isn’t really your cup of coffee? Well, you might as well give it a shot and move back to your parents. You’re welcome.

Du

Du. Du warfst mir einen Blick zu. Nur aus dem Augenwinkel. Nur ganz beiläufig. Vielleicht nur ganz zufällig. Als ich ihn fing, deinen Blick, als ich ihn in Händen hielt und im Herzen trug, da hörte ich auf, an Zufälle zu glauben. Wie ein Virus hat dein Blick mein Gehirn infiziert, er war der Grund warum mein Herz nun kontrahiert. Warum mein Verstand, der unerbittlich kämpft und doch verliert, nun gegen meine Sehnsucht konkurriert, die sich nach dir verzehrt und sich gegen das Denken wehrt. Du. Zwischen zwei Augenblicken liegt kein Sinn wenn du mir nicht augenblicklich dein Auge widmest.