Die Mauer

Eigentlich wurdest du gerade erst geboren. Man hat dich soeben aus dem heimeligen Mutterleib hinaus in die kalte Welt geworfen.

Du hast deinen ersten Schrei getan. Mit diesem ersten Schrei, dem ersten Schritt in die neue Welt, hast du eine Mauer hinter dir aufgebaut.

Diese Mauer, die dich von deiner pränatalen Vergangenheit trennt, kannst du nicht mehr einreißen. Dein Weg kann nur mehr vorwärts gehen

In der Ferne vernimmst du gerade noch die Umrisse einer zweiten Mauer. Diese symbolisiert das Ende deiner Reise. Hast du die Mauer einmal erreicht, wird es keinen Weg zurück und auch keinen mehr nach vorne geben.

Du brauchst gar nicht erst versuchen, die Mauern einzureißen, es wird dir nicht gelingen! Du kannst weder in den Mutterleib zurück, noch kannst du dem Tod entrinnen!

Trotzig wirst du entgegnen, dass keiner dich gefragt hat, ob du in diese Welt willst, und dabei geht es doch um dein Leben. Denn schließlich, so denkst du, gehe ich, auch wenn viele dieselbe Richtung einschlagen, denn Weg doch alleine.

Und seit du begonnen hast, dich mit deiner Mortalität zu beschäftigen, hast du ständig dieses Ticken im Ohr. Dieses Ticken ist wie ein Tinnitus. Du wirst es nicht mehr los. Wenn du nachts in deinem Bett liegst, um zum Sklaven des Schlafes zu werden, hält es dich wach. Wenn du die Straße entlanggehst, scheint es dich in seiner Beharrlichkeit höhnisch auszulachen, wie um auf die Mauer hinzuweisen, die mit jedem Schritt, den du gehst, ein Stückchen näher rückt. Es ist die Uhr der Zeit, die den Countdown deines Lebens symbolisiert.

Als du jung warst, hattest du geglaubt, die Zeit sei unendlich. Du wolltest sie totschlagen, sie vertreiben, du wolltest die Welt sehen, Karriere machen, eine Familie gründen und den kleinen und großen Problemen, die sich einem tagtäglich stellen, aus dem Weg gehen. Du warst naiv, damals. Du meintest, ewig jung zu bleiben und zerbrachst dir nicht den Kopf über unwichtige Details wie die Zeit oder gar den Tod.

Als die Tage und Jahre vergingen, deine Haut nicht mehr so straff wie früher war und das Haar auf deinem Haupte kärger wurde, schwelgtest du in Gedanken und Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Eben stecktest du ja noch in den Kinderschuhen. Du zähltest nicht mehr als sieben Jahre und saßest lachend auf einem Steine in der warmen Mittagssonne. Eben würde deine Mutter- Gott hab sie selig- dich zum Mittagessen rufen. Ohne einen Gedanken an das Morgen zu verschwenden, würdest du das liebevoll zubereitete Essen zu dir nehmen. Damals, als du noch essen konntest, was du wolltest, ohne zuzunehmen…

Die Mauer, die heute gefährlich nahe vor dir steht, schien damals noch in unerreichbarer Nähe.

Die Uhr auf deiner Schulter wirft dir auf deinem ohnehin schon schweren Weg noch Steine zwischen die Beine. Da du alt und nicht mehr so gut auf deinen Füßen bist, stolperst du und fällst. Die Uhr auf deiner Schulter lacht höhnisch. Sie lacht und ihr Lachen schwillt an und wird zu einem ohrenbetäubenden Lärm, der dir durch Mark und Pein dringt. Du hältst beide Ohren zu und versuchst, das Lachen zu ignorieren, doch vor deinem inneren Auge siehst du die Uhr schon die Messer wetzen.

Auf dem Boden liegend fragst du dich verzweifelt, was mit dir geschehen wird, sobald du die Mauer erreicht hast.

Du weißt, dass du den Tod nicht vermeiden kannst. Du musst dich langsam damit anfreunden, dass du nicht unsterblich bist. Du schüttelst den Kopf, wie um den Gedanken zu vertreiben. Du willst nicht daran denken. Das Thema ist dir unangenehm. Es macht dir Angst. Du hast Angst vor dem Ungewissen. Angst vor dem, was danach kommt.

Bei dir denkst du dann, der Mensch hat so vieles erreicht. Er kann das Wetter vorhersagen, er kann in wenigen Stunden von einem Kontinent zum anderen reisen, er kann sich fortbewegen, ohne sich auch nur im geringsten bewegen zu müssen, er hat entlegene Orte bereist und Krankheiten kuriert, doch…niemand hat je herausgefunden, was sich hinter der Mauer befindet. Wer einmal auf der anderen Seite war, ist nie wieder zurückgekommen.

Betrübt denkst du an all die materiellen Güter, die du im Laufe deines Lebens gesammelt und lieb gewonnen hast. Natürlich musst du alles zurücklassen. Deine gesamten weltlichen Schätze werden dir dort, hinter der Mauer, nichts bringen.

Den Tränen nahe pflückst du eine verwelkte Rose. Auch die Rose entstand einst aus einem Samen, genau wie du.

Als die Rose in voller Blüte stand, hatte sie Insekten durch ihren Duft betört und die Menschen durch ihr Aussehen glücklich gemacht. Die Blüte des Lebens- geht es dir durch den Kopf. Du fragst dich, ob jedes Lebewesen und jede Pflanze auf der Erde eine Aufgabe in diesem Leben hat. Dies führt dich zu der Frage, welche wohl deine Aufgabe war. Du gehst noch einen Schritt weiter und erschrickst bei dem Gedanken, dein Dasein könnte keinen Zweck erfüllen  und du seiest lediglich das Produkt eines tierischen Triebes.

Dieser Gedanke jagt dir höllische Angst ein. Er vermittelt dir einen Sinn von Unsinnigkeit und lässt dich melancholisch werden.

Nun liegt sie da, die Rose in deiner Hand. Es ist kein Leben mehr in ihr. Die Rose macht dich traurig. Zeigt sie dir doch, dass alles auf Erden vergänglich ist. Behutsam legst du sie zurück auf die Erde.

Viele Leute, denkst du, leben um zu arbeiten. Sie haben einen konkreten Tagesablauf, weil sie Angst vor der Veränderung haben, oder sie die Routine liebgewonnen haben wie einen alten Freund. Diese Leute, denkst du, haben das Ticken der Uhr auf ihrer Schulter vergessen oder es bis jetzt einfach erfolgreich ignoriert.

Doch irgendwann  werden sie in den Spiegel sehen und feststellen, dass sie dreißig Jahre älter geworden sind. Betäubt vor Schock werden sie feststellen, dass sie, anstatt ihr Leben zu leben und die kostbare Zeit auf der Erde zu genießen, sie an völlig weltliche Dinge verschwendet haben. Dir ist es doch genauso ergangen.

Du startest einen weiteren Versuch, die Zeit auszutricksen, drehst dich mitten auf der Straße um und läufst rückwärts. Doch sogar wenn du rückwärts läufst, läufst du eigentlich nach vorne. Die Mauer kommt bedrohlich nahe. Außer Atem merkst du, wie deine Lebenssäfte langsam versickern. Die Mauer befindet sich nun direkt vor dir. Du nimmst einen letzten Atemzug, saugst deine Lungen voll mit Leben. Dann brichst du in dich zusammen und fällst zu Boden. Du denkst nicht mehr. Du siehst und fühlst und hörst nichts mehr. Die Uhr ist stehen geblieben. Langsam steigt dein Geist aus deiner toten, weltlichen Hülle. Du siehst dich da unten auf der Straße liegen, dein starrer Blick richtet sich auf die Uhr in deiner Hand.

Jemand berührt dich sanft und geleitet dich hinter die Mauer…

(originally posted on 17/11/2009)

 

Der Einkaufszettel

Alle Jahre wieder leitet der Technoremix eines bekannten Weihnachtsliedes offiziell die stillste Zeit des Jahres und die damit eröffnete Jagd auf das perfekte Weihnachtsgeschenk ein.

Da werfen gestresste Menschen in einem Anflug von Winterdepression Pakete mit zerbrechlichem Inhalt  durch die Luft und versuchen, sich in dem Menschensalat, der nach Materiellem drängt, keine blauen Flecken zu holen.

Inmitten dieses Weihnachtstrubels schlendert ein kleiner Junge durch den Supermarkt, die ellenlange Einkaufsliste seiner Mutter halb zerknüllt in der einen Hand haltend und mit der anderen unbesorgt einen leeren Einkaufswagen vor sich hin bugsierend, den er kaum überragt.

Unbeschwert pfeift er laut und falsch zu der Melodie des Weihnachtsliedes, das soeben aus überdimensionalen Lautsprechern das weihnachtliche Shoppingohr zwangsbeglückt und erfreut sich an dem Duft von Lebzelten und Tannennadeln.

Offizielle Herren in ebenso offiziellen Anzügen, aus denen dicke Portemonnaies ragen, haben vor Eile hochrote Köpfe und drängen sich an dem Knaben vorbei, nicht ohne ihn und seine Unbekümmertheit mit hektischer Verachtung zu strafen.

Das Kind besinnt sich seiner ursprünglichen Aufgabe und streicht den Zettel in seiner Hand glatt, um langsam und stockend halblaut vorzulesen „Eine Dose Frieden“.

Das Papier wird wieder gefaltet und verschwindet in der Hosentasche des kleinen Einkäufers. Dieser setzt sich daraufhin in Bewegung, um Ausschau nach dem Frieden zu halten und wendet seinen Kopf, währenddessen er den viel zu großen Einkaufswagen einen Gang nach dem anderen auf- und abschiebt, nach allen Seiten, wird jedoch sehr zu seinem Leidwesen nicht fündig.

In diesem unübersichtlichen Meer von Regalen macht sich in dem Jungen rasch Ungeduld breit. Deshalb wendet er sich an einen autoritär wirkenden Mann in einem langen, weißen Kittel und einem bis an den Boden ragenden, glänzendem weißem Bart, dessen Brille aus dem vorigen Jahrtausend ihm beinahe von der langen, spitzen Nase fällt.

Das Kind mustert den Mann, der ihm beinahe den Rücken kehrt, mit großen Augen. Sein Blick fällt auf das Schild an dessen Kittel. „Filialleiter Gottfried“ steht hier in offiziellen Buchstaben. Daneben hat jemand mit zittriger Hand das kaum lesbare Wort „pensioniert“ gekrakelt.

Als habe er den Blick des Jungen gespürt, murmelt der Mann in monotonem Tonfall, ohne seinen wachsamen Blick vom regen Geschehen im Supermarkt zu wenden, „Darf ich dir irgendwie behilflich sein“? Er sagt es, als habe er diesen Satz schon tausendmal heruntergeleiert und noch niemals seinen Sinn verstanden.

„Ich hätte gerne eine Dose Frieden“ antwortet das Kind, währenddessen es noch immer an dem Manne hochsieht.

„Eine Dose Frieden“ Der Mann im weißen Kittel scheint aus seiner Teilnahmslosigkeit zu erwachen und schiebt mit seinem knorrigen Zeigefinger die Brille an ihre korrekte Position. Er wendet sich in die Richtung des Jungen und wiederholt erneut „Frieden“? als habe er sich verhört. Das Kind nickt vorsichtig. Der Mann hält eine Sekunde lang inne, als würde er überlegen und verschwindet danach hinter einer wie aus dem Nichts aufgetauchten Tür. Wenige Augenblicke später kehrt er zu dem verwunderten Jungen zurück.

Ein Hauch von Mitleid zeichnet sich auf den harten Gesichtszügen des Mannes ab. „Frieden ist ausverkauft. Tut mir leid. Die nächste Lieferung kommt erst am Donnerstag“. Der Knabe senkt traurig den Blick. „Ist nichts zu machen“. Der Mann zuckt hilflos mit den Schultern.

„Kann ich dir sonst noch einen Wunsch erfüllen“? fragt er den Knaben in seinem ursprünglichen Tonfall. Sein Unterton verrät, dass er keineswegs Lust dazu hat. „Ich suche nach Ehrlichkeit“ meint der Junge in kindlicher Unschuld. Der Mann im weißen Kittel bricht in schallendes Gelächter aus, so dass die Brille auf seiner Nase in rhythmischen Abständen auf und ab tanzt. „Da kannst du lange suchen, mein Junge“ Der Mann klopft dem verwirrten Knaben väterlich auf die Schulter. „Ehrlichkeit. Ha. Nach Ehrlichkeit hat schon lange Zeit niemand mehr gefragt. Die ist heutzutage Mangelware“. –„Wie steht es mit…“ Der Kleine scannt verzweifelt seine Liste, „wie steht es mit Freundlichkeit“? Der Mann im weißen Kittel zieht seine Mundwinkel in einem gescheiterten Versuch zu lächeln nach oben, deutet mit seinem knochigen Arm in eine unbekannte Richtung und murmelt kaum vernehmbar „Feinkostabteilung“. Daraufhin dreht er sich kopfschüttelnd am Absatz um und verschwindet erneut. „Feinkostabteilung“ wiederholt der Junge ungläubig und reiht sich hinter einer langen Schlange von Menschen ein, die hungrig nach Freundlichkeit sind.

Als er schlussendlich an der Reihe ist, gibt er seine Bestellung ab. „350 g Freundlichkeit. Fein geschnitten, bitte“. Die Mutter hatte dem Jungen eingeschärft, die Freundlichkeit sorgfältig zu portionieren, um das Wochenende im Hause erträglicher zu gestalten.  Diese war besonders vonnöten, wenn alle Tanten, Onkeln und sonstigen Verwandten, die sich zwangsweise einmal im Jahr die Ehre gaben und sich dessen durchaus bewusst waren, auf ein Gesprächsthema stießen, das den Weihnachtsfrieden und die damit verbundene Gesundheit der schon leicht angeschlagenen Senioren gefährden könnte.

Die Frau hinter dem Tresen händigt dem Jungen seine Bestellung aus und deutet ihm mit einem unwirschen Fingerzeig, Platz für die nächste Kundschaft zu machen. Dieser legt also die Freundlichkeit in seinen Einkaufswagen und wirft einen weiteren Blick auf seine Liste. „Menschlichkeit“.

In diesem hell erleuchteten Meer von Regalen, in dem ein Sonderangebot das andere jagt, sucht der Junge mit dem Einkaufswagen nach der Menschlichkeit. Gedankenverloren wandert er durch unbekannte Gänge und nimmt es kaum zur Notiz, dass das Licht mit der Zeit immer spärlicher wird. Erst, als er sich in pechschwarze Dunkelheit ummantelt wiederfindet, bekommt er es mit der Angst zu tun. Als sich seine Augen etwas an die furchterregende Schwärze gewöhnt haben, spekuliert der Knabe, dass er sich nun wohl in einem Lager verirrt haben müsse, denn hier war offensichtlich seit Jahren niemand mehr vorbeigekommen. Dies merkt man daran, dass der Staub am Fußboden schon knöchelhoch steht und auch die Nase dementsprechend oft zum Gruße auffordert.

Die Illusion von Tageslicht kehrt just in diesem Moment wieder zu dem Jungen zurück. Er kehrt und wendet sich nach allen Seiten um festzustellen, wer ihm so plötzlich diesen Gefallen getan hat, erspäht jedoch niemanden. Etwas irritiert, doch erneut beflügelt durch seine ursprüngliche Mission, bläst er Staub vom untersten Regal, vor dem er sich soeben positioniert hat, was zur Folge hat, dass ein ganzer Schwarm verärgerter Fledermäuse ihre Behausung verlässt.

Ganz hinten, dort zwischen den Spinnenweben, befindet sich die Menschlichkeit, die traurig auf jemanden wartet, der sie nach Hause mitnimmt. Das Kind wischt beinahe liebevoll den fingerdicken Staub von der Menschlichkeit und packt sie behutsam in den Einkaufswagen, gleich neben die Freundlichkeit.

Ein Blick auf seine Liste verrät ihm, dass bloß ein letztes Gut auf seiner Liste fehlt. „Liebe“

„Liebe wirst du hier, in meinem Supermarkt nicht finden, mein Junge“ ertönt plötzlich eine wohlbekannte, etwas monotone Stimme. Wie vom Blitz getroffen wendet sich das Kind in die Richtung des Sprechers und ist nicht wenig erstaunt, Filialleiter Gottfried vorzufinden. „Wo aber finde ich dann die Liebe?“ fragt der Einkäufer mit einer Mischung aus Neugierde und Ungeduld. „Wahrscheinlich nirgendwo. Sie ist viel zu wertvoll und noch dazu unverkäuflich“. Das Gesicht des Kindes zeigt deutliche Verzweiflung. „Aber wenn du sie wirklich finden willst“, beschwichtigt Filialleiter Gottfried, „dann beginnst du am Besten in dir selbst zu suchen. Es ist gar nicht so schwer“. Das Gesicht des Kleinen beginnt, sich aufzuhellen. „In diesem Sinne, ein frohes Weihnachtsfest“ So schnell, wie der Mann gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden. Verwundert den Kopf schüttelnd, aber mit dem alten Anklang von Festivität, schiebt das Kind den Einkaufswagen zur Kassa.

autobiographie.

Man erzählt sich, in jener Nacht habe das Wetter verrückt gespielt. Die Wetterfee habe an den Bäumen gerüttelt und mit hinterhältigem Gelächter, das sich in der Form eines Gewitters äußerte, mit jenen die Straßen dekoriert, was so manchen Autofahrer, einen Durchschnittsmenschen, der unter normalen Umständen wohlgemerkt schlechte Emotionen gar nicht erst aufkommen lässt, zur Weißglut brachte. Jener Autofahrer hätten seine wertvolle Energie jedoch wesentlicheren Dingen widmen sollen, denn weder Weiß- noch Schwarzglut vermochten es, die Wetterfee (oder wollen wir sie Wetterhexe nennen?) zu besänftigen.

In jeder Nacht wurde ich gegen meinen Willen aus meiner gemütlichen Höhle vertrieben, so als würde jemand auf Gerechtigkeit pochen und mit einem vor Neid zitternden Zeigefinger, dessen zugehöriger Fingernagel zwangsläufig aufgrund von erzwungener Unterwürfigkeit des mächtig stolzen Fingernagelbesitzers und seiner Quelle unerschöpflichen Neides in dessen Darmtrakt umziehen musste, auf mich zeigen. Ich war einem Gericht ausgeliefert, dass es mir untersagte, mich zu etwaigen Vorwürfen zu äußern. Das Urteil stand fest, bevor man mit Zeigefingern auf mich oder die Idee von mir zeigte. Ich sollte dafür bestraft werden, dass ich die letzten neun Monate, einer Periode konstanten Wohlbefindes, einfach nur existierte.

Ein Gruppe von Ärzten und Krankenschwestern umringte das Bett einer jungen Frau, die sich im künstlichen Tiefschlaf befand. Der Gedanke an Schmerzen schien sie genauso zu quälen wie das sich anbahnende Unglück. Insgeheim hoffte sie, nie wieder aufzuwachen. Es war so weit. Die Gruppe von Ärzten und Krankenschwestern, denen man die Frustration darüber, zu dieser Stunde und bei diesem Wetter anwesend sein zu müssen, deutlich ansah, hatten alle auf das Signal gewartet. Es blieb jedoch aus. Ich wollte nicht schreien. Niemand stellte sich die Frage, ob ich leben wollte oder leben sollte.

Anfangs freute sich die Kaffeemaschine, dass sie vom Keller in die freundliche Wohnung umsiedeln durfte und endlich, endlich wieder ihrer Bestimmung nachgehen durfte. Sie konnte es kaum erwarten, endlich dieses wohlriechende, liebgewonnene Gebräu, die vollständige Erfüllung ihres Daseins, zu erzeugen. Sie liebte den Gesichtsausdruck der Menschen, das Lächeln, das erleichternde Seufzen, die einsetzende Entspannung nach einer frühmorgendlichen Tasse Kaffee und war stolz auf sich selbst. Doch an Tagen wie diesen wünschte sie sich nichts sehnlicheres, als wieder zurück in den Keller zu dürfen. Wie war sie doch überansprucht worden, dachte sie und rieb sich ihre schmerzenden Glieder. Die junge Frau, jene, mit dem elenden Gesichtsausdruck, jene, die ihre offensichtliche Überforderung mit dem neuen Menschen oder mit dem Leben im Allgemeinen im Kaffee zu ersäufen versuchte, war daran schuld. Wenn die Kaffeemaschine an das Kind dachte, das Kind! Überkamen sie fast mütterliche Gefühle. Obwohl sie selbst nie Kinder hatte, wohlgemerkt. Was wird bloß mit diesem Kind geschehen, fragte sie sich. Heute hatte sie miterlebt, wie die junge Frau auf dem kleinen Hocker vor dem Spiegel im Flur saß, den Ellbogen auf die kleine Kommode unter dem Spiegel stürzte und die Nummer ihrer Eltern wählte. Sie zitterte merklich und war kurz davor, in Tränen auszubrechen. “Hallo” begann sie mit verzagter Stimme. “Ich bin es. Marianne”. Den Rest des Gespräches konnte die Kaffeemaschine nur aufgrund Marianne’s Aussagen und den manchmal aufgebrachten Stimmen am anderen Ende des Leitung, die bis in die Küche drangen, deuten. “Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe” flehte die junge Frau, die sich Marianne nennt und fasste sich an die Stirn. Dieser Berg von Sorgen über das Kind und über die Welt, hatten beschlossen, auf ihrem Kopf Bauarbeiten durchzuführen, wogegen – die Kaffeemaschine rollte bei diesem Gedanken die Augen – natürlich Kaffee die Lösung war. “Papa, ich schaffe das nicht. Ich habe keine Nerven dazu. Du weißt doch, ich bin krank”. Die Verzweiflung der jungen Frau war nun offenkundig. Fast tat sie der Kaffeemaschine leid. “Bitte sprich noch einmal mit Mutter” meinte sie abschließend. Nach diesem Gespräch gönnte sie sich eine wohlverdiente Tasse Kaffee, bis das Kind in ihrem Schlafzimmer wie am Spieß zu schreien begann.

Die Frau war dagegen. Nicht um die Welt würde sie sich ein uneheliches Kind ins Haus holen, selbst wenn es ihr eigenes Enkelkind war. Schließlich und endlich war sie eine rechtschaffene, eine christliche Frau. Eine, die mit den Sünden anderer nichts am Hut hatte. Sie wusste jedoch, dass der Mann, der naiverweise ein Herz für Abtrünnige besaß, nicht locker lassen würde. “Ich habe gerade mit Marianne telefoniert”, meinte der Mann. Er schwieg für einen Moment und heftete seinen Blick auf seine Frau, die diesem gekonnt auswich. “Und”? Erwiederte sie. Natürlich wusste sie, worauf dieses Gespräch hinauslaufen würde, doch irgendwo im hintersten Winkel des Hinterkopfes hoffte sie, er würde das Offensichtliche nicht aussprechen, würde das Grauen nicht in Worte fassen. “Sie ist unsere Tochter. Und sie braucht unsere Hilfe. Wir tragen schließlich Mitverantwortung”. “Mitverantwortung”, wollte es verächtlich aus der Frau herausplatzen, doch anstatt ein Wort zu sagen, drehte sie ihrem Mann den Rücken zu, und begann, als gäbe es kein größeres Problem auf dieser Erde als verschmutzte Teller, eifrig mit dem Geschirr zu hantieren. Der Mann ließ nicht locker. “Ich denke, wir sollten Susanna hier aufnehmen.” Die Frau schien einen Moment lang wie gelähmt. Im Bewusstsein, dass es nichts half, ihrem Mann zu widersprechen und vor Wut an die zusätzliche Arbeit, dass dieses Balg zwangsweise erforden würde, denkend, würgte sie den Schwamm in der Spüle, der sich entsetzt fragte, was er denn dafür könnte.

truth comes in many shapes but never in the form of a lie.

Every day for the past few months I’ve been thinking about putting my story to paper. I’d get into the habit of sitting down on my bed, getting as comfortable as possible as though as I was hoping it would give some sort of structure to the thoughts in my head. I’d mute every sound, and in an almost solemn way I’d focus on what I was going to say whilst staring at a blank piece of paper that kept reminding me of the nothingness I’ve been feeling lately. Perhaps this was due to the subconscious voice within me that kept telling me that I wasn’t much of a writer and besides that, that I had nothing to say and which difference would my words make to the world anyways? Somehow I never accomplished to mute that voice in my head nor could I answer that question for myself. These thoughts were always accompanied by an unknown fear within me, a fear that was more than just a little vague, that had so far successfully prevented me from telling the truth, and nothing but the truth

Sometimes reality doesn’t seem so real if one doesn’t realize it’s real. I mean, you might know that it’s real but that doesn’t mean you realize it. Realization to me is an active process that involves critical thinking. I’d like to give an example: Imagine you’re in high school and your teacher tells you you’re supposed to know, let’s say, a theory of a famous physician if you wish to graduate. Now you can learn the cold hard facts that are being fed to you and in this sense, know. But you’ll never see the theory in the way the physicist saw it. You most likely won’t try to comprehend how the physicist got to his conclusion let alone question the physicist’s theory and after intense study declare it invalid. You might know all the formulas, learn it all by heart, but realization is more than just dealing with facts. It’s about looking behind the scenes, it’s about trying to put yourself in the physicist’s shoes and get a whole different perspective on the matter. Knowing, or knowledge in this sense is passive and as such, will never alter reality. So I’d say knowledge is safe but realization is dangerous, especially to those who realize that they’re realizing.

Once Upon A Time

Wolfgang:

I remember when I was seven and had just started my first year at primary school. There was this boy in my class with the cutest haircut ever that I had a bit of a crush on. For some reason – I have no clue why – we always sat next to each other on the school bus. He didn’t live very far away from me – perhaps a mile – and even less when you took a shortcut. Wolfgang – that was his name, seemed rather quiet and shy to me but I still liked him – secretly, of course.

I remember one time when we were on our way back from school and all the other girls had already left the bus. Two boys that were known for being rascals, one called Simon – which was a neighbour and friend of mine – and the other one called Daniel, took their seatbelts off and started messing around. Wolfgang was still sitting quietly beside me. Until the two other boys suddenly got this crazy idea that I had to be kissed by him. I acted like I was disgusted and turned away so that Wolfgang – who found the idea hilarious and was attempting to plant a perfect smooch on me wouldn’t be able to accomplish his mission (I secretly didn’t mind at all, but of course I couldn’t just show them that I liked their idea), so I struggled as hard as I could to avoid Wolfgang kissing me until the boys figured out I wouldn’t hold still and get kissed unless they held me against my will. Wolfgang then successfully kissed me  on my bright red cheek with the two other boys cheering in the background and I got off the bus the happiest person on the planet.

 

Rene:

I will always remember the first time I met Rene. I was around 8 or 9 years old and my mother told me one day that I should get ready for a party/barbecue we would be having that evening. My parents had invited lots of people over and I would be knowing none of them, hence my attitude towards said event was rather negative. But since I had no say in the matter, I did as I was told. Mother explained to me that there was a society of foster parents that usually met up once a month. One of the members had recently come up with the idea that it might be great to meet up one day and bring the fostered children along so we could all get to know each other. And what, for this occasion, would be a better idea than a barbecue?

I remember lying down in front of the TV set, until my mother exclaimed that the first guests had arrived. I was not excited, but opened the front door. All I saw, at first sight, were plenty of strangers as well as cars. A little boy was complaining that the car ride had taken far too long. Then I spotted him. He was just standing there and wearing a blue jacket, which was nothing unusual. Something about him struck me like a lightning though so before I knew what I was doing, I marched towards him, shook his hand and said “Hi, I am Susanna” and welcomed him. The poor boy looked terribly confused. I left him standing there and started to gather all the candy that the rest of the guests had brought for me and my brothers. Most children – as far as I could see I was the only girl apart from a 3-year-old that wouldn’t leave her parents’ side – ran off to play in the sandbox.

The boy in the blue jacket just stuck around me and followed me wherever I went. There would be a surprise awaiting us in the kitchen, which was why we weren’t allowed to enter the house, so I decided to head for the barn, where I jumped off huge piles of hay along with a couple of boys including the one wearing the blue jacket. When we were alone, I asked him what his name was and he said “Rene”. We struck up a conversation as we both petted a couple of baby cats. I asked him how old he was and he replied that he had just turned 9 a couple of days ago. I congratulated him and said that I was still eight, but that my birthday was only a few months away. We were finally allowed to enter the house and there was indeed a huge surprise awaiting us. It consisted of cakes as far as the eye could see – and we were allowed to eat as much as we wanted to. So me and Rene, who was sitting next to me, stuffed each other’s faces. While we were doing so, I explained that the hayloft above the barn was actually a labyrinth. Rene got all excited and wanted to go there, which we later on did. Up on the hayloft, we  just strolled around randomly. I asked him whether he had ever been to a farm before. “Yeah”, he replied “my grandfather owns one”. Suddenly we heard two voices saying “I wonder where Rene and Susanna are. Let’s go and search for them.” “Come, let’s lie down on the floor so they won’t see us”, Rene whispered. I giggled and did as he told me. “Oh, they’re not here”, the voice said, “let’s go downstairs”. Rene and I grinned at each other and then also went downstairs to where the barbecue had already started. Again, we sat down next to each other. We even shared a piece of banana cake on one plate, as – as his mother put it – there was no dishwasher and they’d rather not waste too many plates. Later, a picture of all of us kids was taken. Rene was standing underneath me which made me incredibly proud. After this, everyone had to leave soon, so Rene and I sat down outside in the backyard at the swings and just talked until it was time for him to go home. I was really sad that he had to leave but his mother and my mother exchanged addresses and she promised me that she’d arrange for us to meet again in summer. My mother later told me that Rene had never gotten along so well with a girl. I also found out that he had only learned how to speak at the age of four.

Throughout the year, Rene and I kept sending each other letters. I remember having received the cutest birthday card from him. As I was told, he would rush to the mailbox daily in order to see whether there was a letter there from me. In summer, Rene was invited to stay over for a week at my place. My parents and I went to pick him up. While Rene got all of his things ready and the adults got into a conversation in the kitchen, I created a huge havoc with his younger brother, Sigi, in the living room. Rene would not participate. To me, at that point, he seemed rather grown up and serious. He hardly smiled too. On the ride back to my place, we sat next to each other but basically didn’t really exchange a word. At home, Rene was tired and ready to go to sleep so we both disappeared into my room, where there was a mattress on the floor prepared for him. When he was fast asleep, I’d turn the lights on and just look at him and marvel at how beautiful he was.

The week went by fast. I don’t remember everything that we did, but one day we took my dog Daisy for a long walk and I showed him around in the little town I grew up in. I even showed him my primary teacher’s house. Another day, we went to the public pool together. I was a bit afraid of the water – always had been – therefore I only stayed in the shallow areas which Rene didn’t understand. He ran off to the more deeper ends and made fun of me with the other boys because I just wouldn’t muster up the courage to jump into the water from a bridge. (I was honestly convinced that I was going to die). One evening, Rene and I were in my room as usual, when he asked me, if I knew what sex was. I laughed, called him a fool and said, of course I knew what that was. “Do you want to do it”? he asked me. I replied: “Sure”. “Well, then you have to get undressed”. Which I did, thinking this was perfectly funny. I lay down on top of him and wouldn’t stop giggling. “You’ll have to take off your clothes as well or it won’t work!” I demanded and we got into a play-fight. We were interrupted because we noticed somebody opening or rather closing my bedroom door.

The next and last time that I saw Rene, was at the next foster children meeting, which took place in his hometown. Rene successfully pretended (or did he pretend?) not to like me, so I mostly hung out with the other guys. One of them, he was referred to as “Richie”, a bespectacled thirteen-year-old that everyone respected, even told Rene off for calling me names. “Stop messing with my girl” he said and invited me to his treehouse where there was a “no girls”- policy, a fact that one of the other boys pointed out to him. “Well, she’s an exception”, Richie declared and that was that. Up in the treehouse, Richie produced a pack of cigarettes. We all sat in a circle and he passed the lit cigarette from boy to boy. I remember my brother inhaling the fumes and some six-year-old that always wet his pants, as well. I didn’t feel like joining in, but I still liked the almost solemn atmosphere.

 

David:

When I was fourteen and in my last year of junior high, I had a crush on about every guy I came across, it didn’t really matter to me whether I knew his names or not. I would keep journals where I’d rate boys according to hotness (if I didn’t know a guy’s name, I would refer to him as f.e.: “the guy with the striped shirt” or compare him to a celebrity). It didn’t help that the students in my parallel class were all boys. Of course, as I was rather plain-looking, the fact of me fruitlessly chasing after guys was met with both ridicule and escape. One week in April, the school had organized a trip to London for some students, including myself, so I was away for a week. When I got back from the trip, Nadine, one of the children that I shared my home with and who always knew the latest gossip, got all excited and said: “There’s a new guy. In the parallel class. His name’s David”. – “Uh-huh”. I said, not even trying to pretend as though as I was actually interested in what she was going to say. “And he doesn’t like fur” Nadine giggled, “he’s a vegetarian”. That’s when I stopped and listened, raising my eyebrows. I was a vegetarian as well.

The next day, I saw a guy walking down the stairs to the afore-mentioned parallel class. I only saw his hair and not his face, as he was walking with his head down, but I immediately knew that this must be the guy they referred to as  “David” aka “The New Guy”. When it was time for Math class, a class that I generally dreaded, not because I didn’t like the subject but because of the fact that the teacher always arrived late and some kids would seize this opportunity to constantly tease me up to the point where I’d be at the verge of tears, the teacher entered the class as usual and behind him, there was David. “We have a new student”, Mr. Wolfgang announced. I told myself I didn’t care and just went back to business, doing some equations. Still I could not help but look at him. There was something special about him, something that I could not explain. David, at that point, had black hair, blue eyes and constantly wore a suit to school which I found very unusual. Even the teachers at my school dressed casually.

We were each told to do our own calculating. The teacher would be sitting at the front desk and we’d queue up if we had a question or needed our results to be corrected. I lined up right behind David, who, when he turned around to me, smiled at me. I got suspicious. People normally didn’t smile at me. Heck, I didn’t even smile at myself, what was his deal? His behaviour both irritated and confused me but still I couldn’t help but smile back – whether I wanted to or not. The next day, I arrived at school at the same time as David. I hung up my jacket at the wardrobe, and David would smile and say “Hello”. I’d turn around to see if anybody was standing behind me but there was no-one. When I wanted to say “Hi” back, David had already disappeared. This kept going on for a couple of days, until we both finally accomplished to say “Hi” to one another.

David soon became a rather popular student. He was cheeky yet charming and knew who not to get in trouble with. Of course he soon realized, that those, that you did not mess with, were out to get me. One of the guys that had turned my trip to London into a living nightmare, his name was Felix, would always say things to me like “Susie, are you going home after class? Oh, excuse me, I forgot that you didn’t have a home”. He was also the author of my nickname “Eskimo”, a title I had earned for going to Canada each summer. “Susie, why do they keep calling you an Eskimo”? David asked me cheekily. Since I knew that he knew and also knew that he was just asking me in order to make an impression on Felix and his gang and earn plenty of laughter, I turned around, stuck out my tongue and watched as the smile on his face froze.

Another day, I was sitting in the back row and putting up with some other guys calling me names, shooting items at me as well as taping adhesive tape to my hair and force-feeding me my own pencil case. David happened to sit right before me. At one point, he’d turn around and again he’d have that cheeky little look on his face that really annoyed the hell out of me. Well, maybe deep inside within me I actually found it cute, but the fact that I didn’t want to find it cute, amounted to me finding it annoying. Either way, he leaned on my desk, stared at me bluntly and chewed on his gum for a couple of moments before pointing at the back of my hand, which had the word “Cocoa” written all over it – I had forgotten to pay this month’s bill. “You drink cocoa?” he asked me. “Yeah. So?” – “I drink Cocoa too”. Good for you, I thought. But David didn’t stop right there. He pointed at my pencil case, which was decorated with pictures of my then favourite band, Busted. “Boo-Sted”, David exclaimed. Although I didn’t want to find this funny, it made me laugh. “Look at this guy”, David continued, “he’s got such a funny face. And this one, just look at his eyebrows!”  David grinned and then turned back around.

Whilst trying to do my English homework one day, I discovered that my dictionary was missing. I saw that in one of the lockers next to mine, there was a dictionary and said to myself  “Oh I am sure its owner won’t mind if I borrowed it for just one day”, so I took it home. There, when I opened the first page, I got shell-shocked. It had David’s name written all over it. I ran over to Nadine’s room and we both marvelled at the dictionary. I marvelled at it even more than her because I had no clue how on earth David’s dictionary could end up in my class. The next day, I’d just put the dictionary on his desk. David looked at me like I was the strangest person he’d ever met and didn’t know what was going on. I tried to make  clear to him that I had found his dictionary, so I just said “Open it”. A part of me facepalmed hard inside of me for getting all tongue-tied. How hard was it to say “I’ve found your dictionary”? David frowned and opened the dictionary just to exclaim “Oh, it’s mine”. (DUH).

Another time, during Math class, David went past me to the teacher’s desk. I don’t even know why I did it, but I coughed. It was not like I needed to cough or that I had anything to say that would require a cough, because I didn’t, but of course David’s attention was all mine. I turned bright red, so red that all I could feel was heat rising up in my face and my ears starting to burn like fire. I didn’t want to think about myself blushing because I thought that would only make it worse, but what was I to do? I couldn’t stop focusing on my face. I also couldn’t move nor speak a word of reason. I felt like the whole class was aware of what was going on. It didn’t help that David actually bent over my desk to see what I was doing. I thought I was going to die, now finding it hard to breathe. I was so glad when class was over and I could go back to my classroom. The whole scenario just repeated itself the next few days. David, if he knew, and I am sure he did, just went about it in the same cheeky manner as he always did. “Who stole the Math book”? He’d ask “It was you, Susie, wasn’t it? Oh come on, just admit it”. I told him to shut up.

It was nearly time for graduation and everyone was heading into different directions. Some would go to Senior High, some would start looking for jobs and others would start an apprenticeship. I overheard David saying that he wanted to go to an art school in Styria because he was one of these people they call “art fanatics”. I found it a real shame that under these circumstances, I’d never see him again because I detested art and really wanted to attend  Senior High School. It was the school that David had flunked out of before he became a student at our school. “I’d never go there again”, he once told me when we were talking about our plans for the future.

It was the summer before I started High School. I had more or less gotten over the fact that I was never going to see David again. Until I found out that his application to art school had not been successful and his second choice had been “my” Senior High School.

Thoughts About Life

Q: What are you really bad at that you’d love to be great at?
A: Sometimes I wish life were as easy as pie. One’d have to make no effort or whatsoever to get good at something. This would mean, there would be no failure and everything that it brings with it: shame, social ostracism or a loss of wealth. Of course  there wouldn’t be be any success stories either. Certainly, this would be a rather monotonous existence. There would be no outstanding people with no outstanding talents. We’d have no idols because there would be no-one we could look up to. We’d just be our own idols. We wouldn’t even have to believe in God because we’d think of ourselves as Gods.
I for one would like to be a genius. I’d love to develop new mathematical or scientific theories in order to improve people’s lives. I’d speak 10+ languages effortlessly and I’d have an eidetic memory. Speaking of effortless, everything would ideally fall into place for me. I’d watch from a distance as I’d get a promotion, perfectly well-mannered children that I didn’t have to raise because they raised themselves, love and respect from everyone that’s around me that I’d never have to return and of course there’d be no-one that would envy let alone hate me. Come to think of it however, this kind of life seems rather depressing to me. Maybe what us humans need is a challenge in life. Maybe we need to try our hardest so we can claim the fruits of our work, may they be negative or positive. Maybe we want to take responsibility for our actions and not let them  fall into place or steered by some outside force. Maybe we want to be in control of our own fate. Or maybe we don’t know what’s best for us and that’s why we don’t get to choose to have it all too easy in life.

Q: When asked, what’s the one question you always answer with a lie?
A: I think the one question that everyone answers with a lie is the answer to the question “How are you”? You know, oftentimes it is not used in order to make real conversation but is posed rather out of a habit than out of interest. So naturally the standard answer to this standard question will be “Good”. It’s just smalltalk that is supposed to break the ice between two people. Imagine if two strangers met and one of them would ask the other one how they were doing and they’d actually get an honest reply and a long explanation why one was not doing well. In most cases, that would just lead to bewilderment.